| Schneid- und Haushaltwarenindustrie wieder mit Wachstum |
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Die deutsche Schneid- und Haushaltwarenindustrie konnte bereits im vergangenen Jahr ihre Verluste aus der jüngsten Wirtschaftskrise in weiten Teilen wieder aufholen, wuchsen ihre Umsätze doch insgesamt um knapp 8 % auf annähernd auf 1,9 Mrd. Euro. Dieser erfreuliche Kurs konnte auch im laufenden Jahr verstärkt fortgesetzt werden. Allein in den ersten beiden Quartalen wuchs unsere Branche in allen Sparten in zweistelligem Umfang, in der Schneidwarenindustrie um 28 %, im Bereich Haushalt-, Küchen- und Tafelgeräte um knapp 20 % und in der Besteckindustrie um immerhin gut 11 %. In toto also stattliche Zuwachsraten, zumal wenn man bedenkt, dass die Basis – anders als noch im Jahre 2010 – inzwischen wieder um einiges größer geworden ist.
Betrachtet man die Veränderungsraten etwas genauer, so fällt auf, dass die kräftigen Zuwächse bei Schneidwaren und HKT-Produkten ausschließlich oder doch ganz überwiegend auf das Inlandsgeschäft zurückzuführen waren, während der Export sich mehr oder weniger auf Vorjahresniveau bewegte. Hier zeigt sich zum einen ein gewisser Nachholeffekt auf dem deutschen Binnenmarkt, zum anderen aber auch die Wirkung von Sondereinflüssen wie etwa Treuepunkt- und ähnliche Aktionen. Die Besteckindustrie hat mit einem Plus von fast 9 % im Inland zwar ebenfalls erfreulich zulegen können, verdankt ihr Wachstum aber vor allem den Exporten, bei denen ihr Zuwachs im Schnitt bei gut 20 % lag.
Nach den aktuell vorliegenden Zahlen hat sich das Wachstum auch im 3. Quartal fortgesetzt und mit Blick auf das anstehende Weihnachtsgeschäft kann davon ausgegangen werden, dass die Verluste aus den Krisenjahren 2008 und 2009 im laufenden Jahr vollständig aufgeholt werden dürften.
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